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Rasen-Antholz Biathlonzentrum
Landschaftspflegerische Begleitplanung




Baumaßnahme:
Landschaftspflegerische Begleitplanung zum Bau des Biathlonzentrums in Rasen- Antholz
Architektonisches Konzept:
Ing. Stefano Brunetti
Bauherr:
Gemeinde Rasen- Antholz
Baujahr:
2006
 
Der landschaftspflegerische Begleitplan sieht die landschaftliche Einbindung aller Neubaukonstruktio­nen als Wiederbringungs- und Renaturierungsmaßnahmen vor. Diese sollen die Landschaftsver­träglichkeit der technischen Bauwerke steigern sowie Belastungen von Landschaftshaushalt und Landschaftsbild vermindern. Hierzu werden zunächst die landschaftlichen Gegebenheiten aus den umgebenden Bereichen, aber auch diejenigen innerhalb der Zonengrenze erfasst und deren Funktion, sowie Konflikte durch die Baumaßnahmen aufgezeigt.

1.   Landschaftliche Gegebenheiten 
Als Baumart ist die Fichte am stärksten vertreten, Lärchen und Zirben sind darunter gemischt. Vereinzelt trifft man Laubgehölze wie die Vogelbeere an. Als Erstbesiedler an Schotterflächen entlang der Seitenbäche stehen Grau- und Grünerlen. In feuchtigkeitsferneren Bereichen finden sich auch Legföhren. Talauswärts besteht ein stattlicher Fichtenhochwald; oberhalb des Biathlonzentrums hingegen ist vorwiegend niedere Pioniervegetation mit Grau- und Grünerle vorhanden, in die sich größere Inselflächen mit Fichtenbewuchs einstreuen.

2.   Baumaßnahmen, die die bestehende Vegetation eliminieren oder beeinträchtigen sind: 
·          der neue Parkplatz und die Fläche für Teststrecken 
·          die neue erweiterte Tribünenanlage mit einem höheren und breiteren Querschnitt 

Die Beeinträchtigungen sind:  
·          flächige Waldschläge mit kahlem Waldrand 
·          Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch hohe Stützmauern und steile Böschungen 
·          Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch bestehende Architektur  

3.      
Die Wiederbringungs- und Renaturierungsmaßnahmen beschränken sich im Wesentlichen auf Neuanpflanzungen. Aus Gründen der Wasserversickerung wird für die Belagsgestaltung auf allen ebenen Flächen Schotterrasen vorgeschlagen. Die Bepflanzung erfolgt mit den Pflanzenarten aus der natürlichen Vegetation. Dies sind die Arten: Zirbe, Legföhre, Eberesche, Birke, Grünerle und Traubenholunder. 

Die Renaturierungsmaßnahmen sind durch Bepflanzungsschemata dargestellt: 
·          Bepflanzung der Zyklopenmauern 
·          Pflanzinseln als Bereichsabgrenzung
·          Waldsaumpflanzung 
 

 

 

 

 

 





Landschaftsarchitektur
Dipl.-Ing. Marlene Dolar-Donà
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