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Reggio Emilia - Piazza Vittoria
Wettbewerbe




Auslober:
Stadt Reggio Emilia
Zeitraum:
2005

Die Wiederbringung des städtischen Lebens (effetto città) und die Schaffung eines Multioptionsraumes für die Stadtbevölkerung setzt das vollständige Freihalten der Plätze von jeglichem Autoverkehr; auch vom öffentlichen Verkehr voraus. Nur so kann die Stadt die Funktion eines lebendigen Verbindungsgliedes zwischen den Theatern, den öffentlichen Gärten, der Kirche, der Bank und der Innenstadt wieder erlangen. Nur so kann sich Identität, Gemeinschaftlichkeit, Modernität und Schönheit der Plätze herauskristallisieren.


Sämtliche Autos finden in der Tiefgarage Platz, welche unterhalb der Piazza Vittoria mit 150 Stellplätzen geplant ist. Damit werden alle Autos aus dem Stadtbild entfernt. Überdachte Ausgänge mit Aufzügen sind auf der Platzebene jeweils neben dem Stadttheater und gegenüber dem Teatro Ariosto geplant.
 
Die Linienführung der Belagsgestaltung ist diagonal. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Übergang innerhalb der zwei Plätze, die so zu einem einzigen Platz zusammengefasst werden können. Die Diagonale setzt sich in der Bushalteschleife neben dem Museum fort.
Den dominanten Theatergebäuden ist eine Achse in der Bodengestaltung zugeordnet, auf der Objekte der Orientierung liegen. Diese stellen entweder Ausstattungselemente oder Kunstobjekte dar.
 
Auf der Piazza Martiri del 7 luglio ist eine neue Cafèteria als Dauereinrichtung vorgesehen. Sie soll als Anziehungspunkt für die Belebung des Platzes sorgen. 
Vor dem Städtischen Theater Valli ist ein quadratischer Brunnen in diagonaler Ausrichtung vorgesehen. Seine Wasserdüsen arbeiten im rhythmischen Wechsel mit den Wasserspielen auf der Piazza Vittoria. Die Fläche zwischen dem Brunnen und dem Teatro Valli ist um etwa 40 cm abgesenkt.

Die Baumkronen der ‚Giardini’ bilden in ihrem Gesamtaspekt ein einmaliges räumliches Gegengewicht zu den Gebäuden des Isolato San Rocco. Sie ragen weit in den Platz hinein, bilden eine edle natürliche Kulisse und stellen die optische Abgrenzung der Piazza Vittoria dar. Durch jeglichen Verzicht auf neue Grünelemente soll die Harmonisierung der städtebaulichen Proportionen wiederhergestellt werden.
Die neue Grüngestaltung auf den Plätzen beschränkt sich auf Baumpflanzungen um die Bushaltestelle herum.

Die Platzbeleuchtung wird mit asymetrischen integrierten Reflektoren mit niederer Reflexion gestaltet um die Sicht der Platzbenutzer nicht zu beeinträchtigen.
Zusätzlich werden Projektoren mit punktuellem, aber weichem Licht in die Platzbeleuchtung eingestreut um einen Rhytmus auf dem Platz zu erzeugen.




Landschaftsarchitektur
Dipl.-Ing. Marlene Dolar-Donà
Handwerkerzone 54
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