Planung:
Landschaftsleitbild für Gargazon - Pilotprojekt
Mitwirkende:
Marlene Dolar-Donà, Günter Dichgans , Heidi Unterholzner
Auftraggeber:
Gemeinde Gargazon in Zusammenarbeit mit der Autonomen Provinz Bozen, Amt für Landschaftsökologie
Zeitraum:
1996/1997
Um unserer Nachwelt eine Landschaft mit reiner Luft, sauberem Wasser, gesundem Boden und der typischen Tier- und Pflanzenwelt vererben zu können, muss heute die Vorarbeit dazu geleistet werden. Ein wesentliches Instrument dazu ist der gemeindliche Grünordnungsrahmenplan (auch Landschaftsplan), der Leitbild und Ziele für die Sicherung und Entwicklung der Landschaft innerhalb des Gemeindegebietes und dessen besiedelten und unbesiedelten Bereichen festlegt. Er ist konzipiert als Ergänzung zum Bauleitplan, der seinerseits die Flächen und die Nutzung für Siedlung, Gewerbe und Verkehr darstellt.
Die Gargazoner Kulturlandschaft ist das Ergebnis Jahrhunderte wirkenden Wirtschaftens. Sie ist heute noch Lebens-, Kultur und Wirtschaftsraum für die dort lebende Bevölkerung. Neben den Erfordernissen für die Land- und Forstwirtschaft soll jedoch verstärktes Augenmerk auf den Schutz und die Entwicklung von natürlichen Lebensräumen, sowie auf die Erholungs- und Erlebnisfunktion gelegt werden. Gemeinsam mit den touristischen Zielen des Burggrafenamtes gilt es, überörtliche Konzepte für die Erholung von Einheimischen und Gästen auszuarbeiten.
Wesentlich für den Ortsbereich ist die Verkehrsberuhigung, die Entwicklung der Erholungsinfrastruktur und des Freiflächensystems. Für den Naturschutz bedeutsam ist die Entwicklung eines Verbundes von Feucht- und Trockenlebensräumen durch Gräben mit Ufervegetation, Hecken, Krautsäumen, Trockenmauern und von naturnaher Landwirtschaft als ‚Lebensadern’ in der intensiven Kulturlandschaft.
Die Aussagen des Grünordnungsrahmenplanes, die in den Bauleitplan übernommen werden können sind verbindlich, die übrigen sind als Empfehlung zu verstehen.