Fachtagung zur Stadtökologie in Salzburg – „Wohlfühlstadt Salzburg?“, 3.Juni 2005 Mit Freiraumplanung Lebensqualität für die Stadt entwerfen
Die Fachtagung zur Stadtökologie stand unter dem Motto "Wohlfühlstadt Salzburg?". Marlene Dolar- Doná war als Referentin eingeladen, um über das Thema: „Mit Freiraumplanung Lebensqualität für die Stadt entwerfen“ zu sprechen.
Heutige Stadtplanung unterliegt vor allem ökonomischen Zwängen. Werden auch ökologische Erfordernisse ausreichend berücksichtigt und wenn ja, welche? Diese interdisziplinär besetzte Fachtagung spürt solche Grundlagen im Spannungsfeld zwischen bebauter und belebter Umwelt auf.
Urbane Lebensqualität – Die Summe der Wohlfühlfaktoren „vor der Haustür“ – entsteht vor allem durch die Symbiose von Naturraum und Stadtraum. Eine ökologisch orientierte Stadtplanung sicher langfristig das Über-Leben unserer Stadt.
Ziel der Fachtagung ist das Formulieren von Botschaften an Politik, Verwaltung und Wirtschaft, welche die Hebung einer urbanen Lebensqualität in ihrer „natürlichen“ Gesamtheit anregen soll.
LArch. Marlene Dolar-Donà
Natur- und landschaftliche Gegebenheiten sind nicht nur in Wald, Feld und Gebirge von Belang, sondern auch im Siedlungsgebiet, dem von den Menschen am intensivsten benutzten Gebiet. Und dieses ist nicht zu schützen, sondern zu entwickeln. So wie sich neue Baugebiete entwickeln, so sollen sich auch die entsprechenden Freiflächen entwickeln. Dies wird früher oder später in der Urbanistikgesetzgebung zwingend vorzuschreiben sein.
Ziel- und Nutzergruppen:
1. Familien, Kinder Jugendliche
2. Erholungssuchende, Freizeitsportler, Touristen
3. Kranke, alte und behinderte Menschen
4. Menschen, die in der Stadt leben und arbeiten
Die Lebensqualität der Wohlfühlstadt wird mitgeprägt durch:
1. Parks für Spiel, Freizeit und Erholung
2. Grünbetonte Straßen, Plätzen und Höfe
3. Grüne Freiflächen an Bauten von zentraler Bedeutung wie an:
- Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altersheimen, Kuranlagen
- Sportanlagen, Freibädern, Friedhöfen
- Wohnanlagen
Die ökologische Komponente für die Wohlfühlstadt wird umgesetzt durch:
1. Grüne Beiträge zu städtebaulichen Entwicklungs- und Erschließungsvorhaben
2. Dach- und Gebäudebegrünungen
3. Grünkonzepte für Wohn- und Gewerbegebiete
4. Nutzung von Retentionspotentialen und Regenwasserbewirtschaftungssystemen
5. Trassenführungen für Rad- und Fußwanderwege
6. Entwicklung von Grünverbindungen, Biotopverbundsystemen und Trittsteinkonzepten